Kreisjugendfeuerwehrtag 2011
Es war ein bewegender Abschied für Dirk Tschechne. Nach 17 Jahren gab er das Amt des Kreisjugendwartes der Stormarner Jugendfeuerwehren ab. Und das geschah genau an dem Ort, an dem Tschechne dieses Amt seinerzeit angetreten hatte. Im Gutshof im Ammersbeker Ortsteil Hoisbüttel. Zum Nachfolger Tschechnes wählten die Delegierten Johann-Friedrich Hoffmann aus Barnitz.
Doch bevor die Ära Tschechne endete, hielt der scheidende Kreisjugendwart noch seinen letzten Jahresbericht. Zu Beginn des Jahres 2010 zählten die 36 Jugendfeuerwehren des Kreises Stormarn 740 Mitglieder. 152 Jugendliche kamen dazu, doch 120 verließen auch wieder die Jugendfeuerwehr. „Die Jugendlichen haben andere Interessen oder einfach keine Lust mehr“, sagt Tschechne. Erfreulich sei die Tatsache, dass unter den Jugendlichen 169 Mädchen seien. Das sei eine Quote von über 23% , so Tschechne, der das als positive Bilanz wertete. Mittlerweile nehmen sogar immer mehr Mädchen als Jugendgruppenleiterin das Zepter innerhalb der Jugendfeuerwehr in die Hand. Auch in den Jugendausschüssen sind sie gut vertreten und haben eine hohe Akzeptanz. „Also Jungs, krempelt die Ärmel auf. Wie ihr seht, schläft die weibliche Konkurrenz nicht“, lachte Tschechne.
Ehe er seine lange Liste der persönlichen Dankesworte anging, lies er noch einmal das abgelaufene Jahr Revue passieren. Als Highlights nannte Tschechne unter anderem das Zeltlager in Scharbeutz mit dem großen Fackelumzug durch den Ort und den Tag der Jugendfeuerwehren im Hansapark.
Es waren viele schöne Stunden im Kreise der Jugendwehren, die Dirk Tschechne geprägt hat, wie kaum ein Anderer, die aber auch ihn geprägt haben. Nun ist das Kapitel für ihn nach 17 Jahren zu Ende. Doch ohne seine Familie wäre das alles nicht möglich gewesen, betont er und dankt seiner Frau, die an diesem Vormittag im Publikum sitzt. Dann erhält er aus den Händen von Landesjugendwart Hauke Ohland, den er Ende des Monats bei der Landesversammlung in Neumünster beerben möchte, das Schleswig-Holsteinische Feuerwehrehrenkreuz in Gold, die höchste Auszeichnung des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein. Mit Tränen in den Augen nahm Tschechne die Auszeichnung und die Glückwünsche der Gäste entgegen.
Bericht/Fotos: Jens Burmester